Viele Menschen denken:
„Ich bin einfach unbeweglich geworden.“
Vor allem ab Mitte 30 entsteht schnell das Gefühl, der Körper baut ab und nichts geht mehr wie früher.
Doch in den meisten Fällen ist der Körper nicht kaputt.
Er hat Bewegung nicht verloren – er hat sie lange nicht gebraucht.
Und genau das lässt sich ändern.
Warum der Körper Bewegung „vergisst“
Der Körper passt sich immer an den Alltag an.
Wenn wir viel sitzen und uns wenig bewegen, merkt sich der Körper genau das. Bewegungen, die kaum vorkommen, werden seltener genutzt.
Das ist kein Fehler – sondern ein Schutzmechanismus.
Der Körper spart Kraft und Energie und konzentriert sich auf das, was er täglich braucht.
Warum sich Bewegung dann oft falsch anfühlt
Wer nach längerer Pause wieder trainiert oder neue Übungen macht, kennt das Gefühl:
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steif
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unsicher
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ungewohnt
Das heißt aber nicht, dass etwas kaputt ist.
Ungewohnte Bewegung fühlt sich oft erst mal komisch an, weil der Körper sie nicht mehr kennt.
Mit regelmäßigem Üben wird sie wieder vertraut.
Beweglichkeit kommt durch Wiederholung, nicht durch Druck
Viele glauben, man müsse sich „durchbeißen“, um beweglicher zu werden. Das Gegenteil ist oft der Fall.
Besser wirken:
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kleine Bewegungen
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regelmäßig
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ohne Zwang
So baut der Körper wieder Vertrauen auf.
Mit der Zeit fühlt sich Bewegung leichter und sicherer an.
Wie schnell verliert man Beweglichkeit wirklich?
Gute Nachricht:
Beweglichkeit geht nicht von heute auf morgen verloren.
Schlechte Nachricht:
Sie kommt auch nicht über Nacht zurück.
Der Körper braucht Wiederholung.
Aber schon kurze, regelmäßige Bewegung kann viel verändern.
Nicht perfekt.
Einfach gemacht.
Bewegung ist Pflege, kein Leistungstest
Training ist kein Wettbewerb.
Es geht nicht darum, wie weit, wie schnell oder wie anstrengend.
Bewegung ist Pflege für den Körper.
Wie Zähneputzen – nur für Muskeln und Gelenke.
Wer regelmäßig in Bewegung bleibt, gibt dem Körper genau das, was er braucht.
Fazit: Beweglichkeit ist lernbar – ein Leben lang
Wenn Bewegung schwerfällt, bedeutet das nicht:
„Ich kann das nicht.“
Oft bedeutet es nur:
„Ich habe das lange nicht gemacht.“
Und das ist kein Endpunkt.
Sondern ein guter Anfang.