Viele kommen ins Studio, weil Rücken, Schultern oder Nacken immer wieder Ärger machen. Oft denkt man: Ich muss härter trainieren, mehr anspannen, mehr halten.
Aber ganz oft hilft etwas anderes viel besser: ruhige, bewusste Bewegung.
Dein Körper braucht nicht nur Kraft – er braucht gute Signale
Wenn der Körper dauernd unter Spannung steht, fühlt er sich „unsicher“. Dann schützen Muskeln – sie spannen zu viel.
Im Training kannst du das ändern durch:
- ruhige, kontrollierte Bewegung
- angenehme Belastung statt Kampf
- Aufmerksamkeit statt „Zähne zusammenbeißen“
So lernt dein Nervensystem: Alles ist okay, ich kann loslassen.
Im Studio bedeutet das:
✔️ Nicht jede Übung maximal schwer machen
✔️ Mehr Qualität als Tempo
✔️ Erst Ordnung im Körper – dann Kraft
Oft passiert dann etwas Schönes:
Bewegungen fühlen sich leichter an, Schmerzen werden ruhiger und du hast mehr Energie statt Erschöpfung.
Kleine Studio-Übung zum Sofort-Mitmachen
Das kannst du mit deinen Kunden direkt machen – egal ob Gerätetraining oder funktionelles Training.
Schritt 1 – kurz ankommen
- locker stehen oder sitzen
- ruhig atmen
- nichts verändern, nur spüren
Schritt 2 – Spannung runterfahren
- Nacken locker
- Schultern weich
- Gesicht frei
→ kein Druck, kein „perfekt sein müssen“
Schritt 3 – dann bewegen
Jetzt erst die Übung:
- langsame, saubere Bewegung
- Bewegung spüren
- nur so weit, wie gut tut
Viele merken sofort:
Rücken fühlt sich freier an, Schultern sind leichter, Kopf klarer.
Warum das Training trotzdem „wirkt“
Weil:
- Muskeln bekommen gute Bewegung
- Gelenke werden bewegt
- Nervensystem wird ruhiger
- Haltung verbessert sich ganz nebenbei
Also nicht: „Härter ist besser.“
Sondern: „Besser bewegt ist besser.“
Fazit :
Gutes Training ist:
- klar
- ruhig
- freundlich zum Körper
- trotzdem effektiv